Das Teenageralter ist sowohl für die Jugendlichen selbst als auch für die Erwachsenen in ihrem Umfeld eine schwierige Zeit. Hier kommt alles zusammen: Versuche, unabhängig zu werden, erste Fehler, Unklarheiten – und manchmal scheint es, als sei ein offenes Gespräch nicht mehr möglich. Und dann fragen sich Eltern oft: „Wie kann man überhaupt die Wahrheit herausfinden, wenn alle Gespräche in einer Sackgasse enden?“ Manchmal kommt es zu einer Situation, in der ein unabhängiger, objektiver Standpunkt erforderlich ist. Und genau diesen Standpunkt kann eine professionelle Untersuchung mit einem Polygraphen bieten.
Seien wir ehrlich – niemand rennt beim ersten Konflikt im Alltag zum Polygraphen. Normalerweise wird eine Überprüfung in Betracht gezogen, wenn viel auf dem Spiel steht: Verdacht auf ernsthafte Probleme oder Fragen, um die sich endlose Spekulationen drehen… Zum Beispiel:
– Ein Teenager antwortet angespannt auf Fragen zu seinen Freunden oder den Orten, an denen er sich aufhält, und es entsteht das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben.
– Im Haus sind Dinge oder Geld verschwunden – und das ist ein Grund, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen.
– Es gibt Befürchtungen wegen möglicherweise gefährlicher Bekanntschaften oder seltsamen Verhaltens des Kindes (Verschlossenheit, Stimmungsschwankungen).
– Es besteht der Verdacht auf schädliche Gewohnheiten – Alkohol? Verbotene Substanzen?
– Oder umgekehrt: Ein Familienmitglied fühlt sich zu Unrecht beschuldigt.
In solchen Fällen wird der Lügendetektortest nicht zu einem Verhör – er hilft dabei, ohne gegenseitige Vorwürfe und Fantasien herauszufinden, „wer wer ist”. Oftmals nimmt schon die Entscheidung, sich dem Test zu unterziehen, einen Teil des Stresses weg: Es wird klar, dass wir nun gemeinsam nach der Wahrheit suchen werden.
Normalerweise erwarten Teenager vor dem ersten Treffen alles Mögliche: Sie werden über Gott und die Welt befragt, und das Gerät wird in jedem Wort nach „Lügen“ suchen… In Wirklichkeit ist alles viel ruhiger.
Wir verwenden dieselben Methoden wie bei Erwachsenen, passen sie jedoch sorgfältig an das Alter des Teenagers und die individuellen Besonderheiten des Kindes an. Alles beginnt mit einem langen Gespräch – manchmal sogar mit mehreren Treffen –, um Kontakt herzustellen und Ängste abzubauen. Zunächst klären wir die Details der Situation innerhalb der Familie und erklären dann den Sinn des bevorstehenden Verfahrens.
Die Fragen werden im Voraus besprochen; keine Fallstricke und keine Tricks! Die Anwesenheit eines Elternteils ist auf Wunsch möglich (wenn dies dem Kind hilft, sich sicherer zu fühlen). Für manche Kinder ist die Unterstützung durch einen Psychologen wichtig; wir ziehen gerne den entsprechenden Spezialisten hinzu.
Ein entscheidender Schritt ist es, sicherzustellen, dass der Eingriff selbst dem Kind keinen psychischen Schaden zufügt oder seinen emotionalen Zustand verschlimmert. Unsere Spezialisten sind immer bereit, auf die Untersuchung zu verzichten, wenn auch nur der geringste Zweifel besteht.
In Deutschland sind die Vorschriften zum Schutz von Kindern sehr streng – und das ist auch gut so. So funktioniert das System:
– Bis zum Alter von 14 Jahren ist der Test strengstens verboten.
– 14–16 Jahre? Es ist die schriftliche Zustimmung der Eltern (oder Erziehungsberechtigten) erforderlich und die Anwesenheit eines Lehrers oder Psychologen ist obligatorisch.
– Nach 16 Jahren ist die Zustimmung der Eltern weiterhin erforderlich; ein Fachpsychologe wird je nach Situation hinzugezogen (wir empfehlen in der Regel seine Hilfe).
Keine „heimlichen” Tests, sondern nur ein offenes Verfahren unter Einhaltung aller Vorschriften.
Für uns ist es wichtig, die menschliche Würde zu wahren. Es geht hier weder um Bestrafung noch um die „Suche nach Schuldigen“, sondern ausschließlich um die Förderung des gegenseitigen Vertrauens innerhalb der Familie. Alles basiert ausschließlich auf humanitären Grundsätzen:
– Der Test ist freiwillig (und das ist keine Formalität!).
– Die Daten sind absolut vertraulich;
– Kein Spezialist wird jemals gegen den Willen eines Jugendlichen handeln;
– Die Einzigartigkeit des Menschen vor uns, seine Geschichte und seine aktuellen Lebensumstände werden immer berücksichtigt.
Polygraphenzentrum Hannover (B. I. Favorit)
Osnabrücker Landstraße 28
30926 Seelze / Hannover